Bedrohung der Meerestiere

Zerstört der Mensch das Leben im Meer?

Manus Kick

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- Inhalt:


1. Einleitung

2. Wale
a. Militärisches Sonar
b. Walfang

3. Delfinjagd in Japan

4. Überfischung

5. Verschmutzung
a. CO2
b. Kunststoffmüll

6. Abschließende Zusammenfassung

7. Quellenangabe

8. CD Anhang

 

1. Einleitung

Das Meer war seit der Entstehung der Erde ein Ökosystem, das funktionierte. Doch seitdem der Mensch im großen Stil fischt, Sonarwellen in die Ozeane schickt und Chemikalien und Müll sorglos ins Meer leitet, leiden die Meere.
Ich habe das Thema gewählt, weil man in den letzten Jahren sehr viel in den Medien über Meerestiere und ihr Aussterben gehört hat. Ich habe versucht mit den Unterthemen ein möglichst großes Spektrum zu bearbeiten und somit einen guten Überblick über das gesamte Thema bieten zu können. Meine Recherche stützt sich auf eine Vielzahl von Quellen aus dem Internet. Außerdem habe ich mir auf Youtube zwei Dokumentationen1 über verschiedene Themen angeschaut.

 

2. Wale

a. Militärisches Sonar

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Jahr für Jahr stranden und verenden Wale während und nach NATO -Seemanövern. Die NATO beteuert stets, dass wissenschaftlich nichts belegt sei und, dass sie trotzdem alles zum Schutz der Tiere tue. Viele unabhängige Tierschützer und Meeresbiologen behaupten allerdings das Gegenteil. Ihren Erkenntnissen zufolge sind diese Übungen und spezifisch der damit erzeugte Lärm des Sonars, welches zur Aufspürung von U-Booten eingesetzt wird, für die Wale tödlich. Somit sind diese Manöver eine massive Bedrohung für die Tiere. Jedes Mal, wenn diese durchgeführt werden, sterben bis zu 20 Wale. Trotz dieser offensichtlichen Tatsachen übernimmt die die NATO weiterhin keine Verantwortung.

Der griechischer Forscher Alexandros Franzis forscht seit vielen Jahren in diesem Gebiet. Wegen einem Navy kritischen Bericht in einer der renommiertesten Wissenschaftsmagazine hat ihn seine Uni vor die Tür gesetzt, da auch sie von Navy-Geldern gefördert wird. Nun forscht er eigenständig, jedoch mit etwas bescheidenerer Ausrüstung, weiter. Bei einer seiner Untersuchung hat er sich die Zahl der seit 1800 weltweit gestrandeten Wale angesehen. Sie bleibt mehr als hundert Jahre konstant bei weniger als zwanzig pro Jahr, bis zum ersten Weltkrieg. Während den beiden Weltkriegen stieg die Zahl erheblich. 1960 gab es plötzlich einen riesigen Sprung. Dies war die Zeit des Kalten Krieges, in der die Marinen der Großmächte stark aufrüsteten und auch ihre Sonartechnik verbesserten.

Aber warum sterben die Wale? Bei Untersuchungen von toten Walen, hat ein Forscher festgestellt, dass die Tiere an einem Infarkt starben. Bei weiteren Untersuchungen stellte sich heraus, dass sie tausende von Gasbläschen in den Herzkranzgefäßen hatten. Der Grund für die Infarkte waren also diese winzigen Gasbläschen im Blutkreislauf, die die Kapillaren verstopften. Diese Blässchen entstanden wie folgt: Normalerweise tauchen Wale (wie auch Menschen) langsam auf, um sich zu dekomprimieren. Doch werden die Wale durch den lauten Sonarton der Marine erschreckt, tauchen sie sehr, sehr schnell auf, zu schnell. Der Druck im Körper fällt zu schnell ab, dadurch entstehen diese Blässchen.
Ein anderer Forscher beobachtet seit 20 Jahren Wale in einer Bucht einer amerikanischen Insel, in der Nähe von Kanada. Er hat in dieser Bucht Unterwassermikrofone aufgestellt. Eine Bucht weiter ist ein Stützpunkt der US-Marine, das drittgrößte Atomwaffenlager der USA. Im Mai 2003 filmt er, wie ein Zerstörer der Marine in der Nähe der Küste und somit in der Nähe von den Walen sein Sonar einschaltete. Noch in kilometerweiter Entfernung übersteuerten seine Mikrofone. Die Wale quälten sich stundenlang, sie wussten nicht wohin sie flüchten sollten, der Lärm war überall. Als der Zerstörer noch näher kam, funkten ihn Touristenboote an, er solle umkehren. Die Antwort der Marine war, dass der Sicherheitsabstand von zwei Kilometern eingehalten werde. In letzter Minute konnten sich die meisten Wale noch retten. Doch eine Gruppe Schweinswale schaffte es nicht, vierzehn von ihnen lagen nach dem Manöver tot am Strand. Die feinen Mikroadern ihrer Augen waren geplatzt.

Die Autopsie fand geheim statt, doch der Forscher hatte Teleobjektive dabei, mit denen er auch aus 15 Kilometern Entfernung scharfe Bilder machen konnte. Er machte Fotos von den Ergebnissen. Er erkannte die typischen Merkmale des Krankheitsbildes von Sonarstrahlung. Trotz dieser Tatsache hieß es im offiziellen Bericht, die Tiere wären durch Kopfverletzungen beim Aufprall am Strand gestorben.

Der Grund dafür, dass Wale sich bei Sonar-Wellen so stark erschrecken, ist, dass Wale sehr empfindlich auf Schallwellen reagieren, weil sie sich mit Schallwellen orientieren. Das System der Wale ist entsprechend dem von modernen Schiffen. Sie senden Signale aus und wenn diese z.B. auf Beute treffen, werden sie reflektiert und kommen somit zum Tier zurück. Wissenschaftler haben herausgefunden, warum die Tiere ausgerechnet auf den modernen Sonarton so massiv reagieren. Bei Walen ist der Unterkiefer der Bereich, mit dem sie die ausgesendeten Schallwellen wieder aufnehmen. Solange die Frequenz des Sonars nicht mit der Länge des Unterkieferknochens übereinstimmt, ist es unangenehm für die Tiere, aber noch nicht tödlich. Wenn aber die Frequenz genau mit der Länge des Knochens übereinstimmt, wird dieser derart heftig in Schwingung gesetzt, dass es für das Tier eine unvorstellbare Qual darstellt. Und genau dies ist bei dem jetzigen Sonar des Militärs der Fall.

Wie bereits erwähnt, bestreitet die NATO jegliche Mitschuld an den Walstrandungen. Die spanische Meeresbiologin Antonella Servidion hat gemeinsam mit der Neurobiologin Lori Marino versucht, einen wissenschaftlich belegten Zusammenhang des Militärsonars und den Walstrandungen zu finden. Das Gehirn von Walen ist dem des Menschen sehr ähnlich, es besteht aus den gleichen Zellen, welche allerdings unterschiedlich aufgebaut sind. Auch bei Walen ist der emotionale Bereich des Gehirns stark ausgeprägt. Hoch emotionale Lebewesen reagieren sehr stark auf Störungen, wie z.B. Lärm. Auch bei Walen wird bei Stress einen Panikreaktion ausgelöste, bei der haufenweise Adrenalin und Cortisol ausgeströmt werden. Das Tier reagiert mit Flucht, und was dann passiert, wurde bereits erklärt.

Dass das nicht nur Theorie ist, sondern tatsächlich so wirkt, beweist die Delfinjagd in Japan. Dort bilden Fischer akustische Schallnetze, indem sie sich um die Delfine positionieren und dann auf ins Wasser gelassenen Stahlrohren herumhämmern. Die Delfine geraten so in Stress, dass sie sich nicht trauen die Schallmauer zu durchbrechen und somit zu fliehen. Also reicht schon der Schall von Stahlrohren aus um diese Tiere derart zu verschrecken. Es ist so unvorstellbar wie grausam, wenn das mehr als 10000mal stärkere Sonar auf die Tiere wirkt.

Antonella Servidion hat sich im Anschluss an ihre Recherchen an eine EU-Abgeordnete gewandt. Diese hat mit einigen Delegierten sehr viele Unterschriften gesammelt und damit versucht, ein Moratorium zu erzwingen, dass das Sonar abgeschafft wird. In der Antwort der NATO hieß es, sie habe „nicht das Recht, der NATO ein Moratorium zustellen“. Was soll also passieren, wenn nicht einmal europäische Politiker etwas dagegen tun können? Das für die Wale so tödliche Sonar wird zur Aufspürung von U-Booten genutzt, allerdings gibt es außerhalb der NATO nur 300 weitere U-Boote weltweit. Sind diese Manöver also nur reine Zeitverschwendung und vor allem nur grausam für die Wale, ohne dass sie wirklichen Nutzen haben?2


b. Walfang

Der Walfang wird seit 1848 von dem Internationalen Übereinkommen des Walfangs quasi verboten. Es gibt nur noch drei Optionen, mit denen es möglich ist Walfang zu betreiben:

- Die alteingesessenen Naturvölker dürfen weiterhin für ihren eigenen Verbrauch Walfang betreiben.
- Wale dürfen für wissenschaftliche Zwecke gefangen werden.
- Staaten, die Einspruch gegen diese Regelungen erhoben haben, sind nicht fest daran gebunden.

Es gibt eigentlich nur noch zwei Staaten, in denen Walfang gängig ist:
- Norwegen hat Einspruch gegen die Regelung erhoben. Seit 1993 fängt Norwegen mit von der Regierung festgelegten Quoten. Diese liegen knapp unter 1000 Tieren pro Jahr. Der Verbrauch von Walen ist in Norwegen jedoch sehr gering. Trotzdem wird er von der Bevölkerung gestützt, solange es sich nur um die nicht bedrohten Zwergwale handelt.
- In Japan werden Wale von dem Institute of Cetacean Research gefangen. Nach eigenen Angaben werden die Wale nur zu wissenschaftlichen Zwecken gefangen. Dies wird aber von vielen Umweltschutzorganisationen stark angezweifelt und als Vorwand bezeichnet. Außerdem ist in Japan der Verzehr von Walfleisch gering und rückläufig. Japan fängt nicht nur die nicht bedrohten Zwergwale, sondern auch bedrohte Arten, wie z.B. Finn- und Buckwale.
Trotz dieser Länder werden Wale nur noch sehr wenig gefangen und die meisten Arten können sich erholen.3

 


3. Delfinjagd in Japan

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In Taiji in Japan hat die Delfinjagd eine lange Tradition, so z.B. die gerade erwähnte Hetzjagd mit Schallmauern, die durch das Hämmern auf Stahlrohren erzeugt werden. Nachdem die Fischer sie in eine Bucht getrieben haben, sperren sie die Tiere dort ein. Am nächsten Tag kommen dutzende Tiertrainer, um sich ihre Wunschtiere zu fangen. Pro Tier bezahlen die Delfinarien rund 150.000 US-Doller. Diese Geschäfte werden von dem örtlichen Walfangmuseum organisiert. Die nicht verkauften Delfine werden in der Bucht brutal ermordet. Die Fischer versuchen es unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu machen. Die Bucht ist mit Stacheldraht und Zäunen gesichert. Nach dem Gemetzel kann man allerdings ein Paar Blicke in die Bucht werfen. Es ist ein grausamer Anblick. Das gesamte Wasser in der Bucht ist blutrot gefärbt.

 

Jedes Jahr sterben in Japan 23.000 Delfine. Dabei wissen die meisten Japaner außerhalb von Taiji gar nicht, dass überhaupt Delfinfleisch gegessen wird. Hinzu kommt noch, dass Delfinfleisch in Mengen sehr ungesund ist, da es einen sehr hohen Quecksilberanteil hat. In Japan wird das Delfinfleisch oft bei Walfleisch untergemischt, ohne dass es gekennzeichnet ist. Richard O´Barry hat die Fischer gefragt, ob sie, wenn sie das gleiche Geld bekämen, mit der Tötung von Delfinen aufhören würden. Sie sagten: „Nein, es geht nicht um das Geld. Es geht um die Schädlingsbekämpfung!“ Diese Lüge verbreitet die japanische Regierung. Sie behauptet, dass die Delfine und Wale den Fischbestand auffressen. Dies ist allerdings unbelegt und laut Forschern absoluter Schwachsinn.

Richard O´Barry war früher Delfintrainer für die TV-Sendung Flipper und hat damals selbst Delfine gefangen. Durch diese Sendung ist der Industriezweig erst entstanden. Heute ist es ein Milliardengeschäft. Doch als eines seiner Tiere, wie er es nennt, Selbstmord begangen hat, kämpft er für den Schutz von Delfinen. Er nannte es Selbstmord, da Delfine nicht automatisch atmen sondern jeder Atemzug ist eine gewollte Handlung. Der Flipper Delfin schwamm in seine Arme, holte tief Luft und danach nie wieder. Richard O´Barry gelang es mit Hilfe eines Teams von Aktivisten und viel Mut Unterwassermikrofone und Kameras rund um die Bucht zu platzieren. Die Aufnahmen und Vorbereitung zeigte er in dem 2009 erschienen Film „Die Bucht“.

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Mit der Forschung zum Schutz der Delfine ist es so ähnlich wie mit der der Wale. Einer der größten Sponsoren dieser Forschung ist ein Institut von Seaworld. Seaworld sind Erlebnisparks mit Meerestieren. Hauptattraktion ist dabei eine Delfin- und Orcashow. Seaworld ist wahrscheinlich nicht daran interessiert, dass man negative Information über die Delfinjagd hört. Ein Beispiel dafür ist, dass der Aktivist O´Barry auf einer Tagung über Meeressäugetiere mit über 2000 Besuchern die Hauptrede halten sollte, doch im letzten Moment wurde er von dem Sponsor von der Rednerliste gestrichen. Der Sponsor war Seaworld. O´Barry weiß, dass Delfine nicht in Gefangenschaft gehören. In freier Natur schwimmen sie bis zu 40 Kilometer am Tag. Dies ist in Gefangenschaft unmöglich. Auch Delfine sind, genau wie Wale, sehr geräuschempfindlich. Als das erste Aquarium mit Delfinen eröffnet wurde, starben die meisten von ihnen. Später fand man heraus, dass das Filtersystem zu laut war.
Die einzige Organisation, die von der UN als Walschutzorganisation anerkannt ist, ist der IWC. Doch dieser kümmert sich nicht um kleinere Wale und somit auch nicht um Delfine.4

 

4. Überfischung der Meere

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Vor ungefähr 50 Jahren sind die Menschen davon ausgegangen, dass die Meere eine unermüdbare Nahrungsquelle darstellen. Doch in den letzten Jahrzehnten haben die Fischer das Gegenteil bewiesen. Die Menge der gefangenen Fische weltweit hat sich verfünffacht und die Anzahl an Fischen in den Meeren halbiert. Nur noch ein Drittel der Fischarten gilt als „wenig befischt“. Führende Wissenschaftler behaupten, auch wenn alles getan wird, um die Artenvielfalt noch zu retten, werden die meisten Nahrungsfische aussterben. Abgesehen von dem Verlust für das Ökosystem der Meere, wird auch vor allem der Mensch darunter leiden. Denn weltweit werden jährlich rund 150 Millionen Tonnen Fischfleisch verzehrt, das ist etwa 1,5 mal mehr als Schweinefleisch. Bereits 80% aller Fischbestände sind bis zur Grenze ausgebeutet und das nicht nur an den Küsten sondern auch weit draußen, auf dem offenen Meer.

Die Frage ist, ob das Aussterben einzelner Fischarten das Ökosystem beeinträchtigt. Ein Beispiel dafür ist die Überfischung des Kabeljaus. Ein Meeresbiologe hat die Population von Seeigeln vor der Kanadischen Küste beobachtet. Seit der Kabeljau dort in den 80er Jahren ausgestorben ist, breiten sich die Seeigel extrem aus. Ganze Seewälder wurden von diesen Igeln zerstört. Dies ist ein drastisches Beispiel, wie die Überfischung einer Art ein ganzes Ökosystem zusammenbrechen lassen kann.
In Ländern wie, z.B. Deutschland werden regelmäßig Kontrollen auf hoher See durchgeführt. Bei diesen Kontrollen wird kontrolliert, ob die Maschen der Netze groß genug für Jungfische sind und ob der Fischer alle anderen Richtlinien einhält.
Die Vorschriften kommen von der EU. Dort entscheiden die Vertreter der Länder über die Höchstquoten für die Fischerei. Doch wie so oft geht es bei den Verhandlungen wieder oft nur um Geld, denn für die Länder ist die Fischerei ein wichtiger Wirtschaftszweig.

Doch alle Maßnahmen scheinen nicht wirklich etwas zu nützen. Immer neuere Technik ermöglicht den Fischern noch effektiver zu arbeiten und somit oft ganze Fischschwärme mit einem Mal auszulöschen. Immer größere Schiffe mit stärkeren Motoren und größeren Netzen fischen auf dem Meeresboden und zerstören dabei alles was ihnen in den Weg kommt. Ein sehr großes Problem dabei ist, dass meist ein Drittel des Fangs gar nicht benötigt wird. Dieser so genannte Beifang verendet aber oft auf dem Deck des Schiffes. Darunter befinden sich z.B. Seesterne. Andere Arten wie z.B. Muscheln, die nicht in den Netzen bleiben, werden von den schweren Metallketten erfasst. So wird in der Nordsee ca. jedes halbes Jahr der Meeresboden regelrecht gepflügt, dabei wird z.B. das Seegras zerstört, dies ist der Kindergarten von Jungtieren. Aber nicht nur die nicht überlebenden Jungtiere sind das Problem, auch die Fischer, die besonders gerne große und dicke Fische fangen, welche wiederum Alttiere sind, die mit ihrer Größe für viel Nachwuchs sorgen könnten.
Es gibt allerdings ein kleines Licht am Ende des Tunnels: Aquakultur. Dies sind Farmen an der Küste, in denen die Fische heranwachsen und dann geschlachtet werden. Schon jetzt stammt fast die Hälfte aller Fische, die auf dem Teller landen, aus solchen Aquakulturen. Doch diese Lösung funktioniert nur, wenn die Raubfische in den Züchtungen auch mit ihren natürlichen Opfern gefüttert werden. Sonst bricht das Ökosystem genau so zusammen wie sonst auch. Die Farmfische werden mit Fischmehl gefüttert, das aus Sardellen besteht. Doch dieses Mehl kommt fast ausschließlich aus Peru, dort zahlt die Region einen hohen Preis für den Reichtum der Hersteller. Denn die Fabriken leiten ihre Abfälle in das Meer. Deswegen sind die Küstenabschnitte vor den Fabriken schwer verschmutzt. Außerdem werden für die Produktion 30 Millionen Sardellen jedes Jahr gefischt. Dadurch ist dort in Südamerika ein Mangel an Sardellen. Darunter leiden auch viele Vögel, die sich von Sardellen ernähren. Letztendlich ist die Aquakultur noch keine wirkliche Lösung, da oft auf einen Kilo produzierten Raubfisch 2,5 Kilo Raubfisch zur Fütterung kommen. Für Pflanzen fressende Fische ist es jedoch eine gute Option.

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Das Meer wird noch jahrelang den Fischbedarf stillen. Allerdings sollte man anfangen noch intelligenter zu fischen. Das heißt, es müsste z.B. Schonzeiten und Schutzgebiete geben. Denn wenn man konsequent nachhaltig fischt, wird das Meer eine unendliche Nahrungsquelle bieten.5

 

5. Verschmutzung


a. CO2

Das Wort Klimawandel ist vielen ein Begriff: Durch die steigende Produktion von CO2 erwärmt sich die Erde. Doch etwas, das wahrscheinlich viele nicht wissen, ist, dass ungefähr ein Drittel des produzierten CO2 sich in den Meeren löst. Dadurch steigt der CO2 Gehalt in den Meeren deutlich an, das Wasser wird weniger alkalisch und versäuert. Dieses saure Wasser bedroht das Ökosystem. Vielen Fischen fällt es dadurch schwer, den Sauerstoff aus dem Wasser zu lösen. Hinzu kommt noch die schon erwähnte Erwärmung der Erde und somit auch der Meere, die dazu führt, dass die Wasserschichten stabiler sind. Somit kann der Sauerstoff nicht so gut in tiefere Wasserschichten bzw. in die Tiefsee gelangen. Aus diesem Grund leiden besonders die Tiefseetierarten darunter. Doch auch Korallenriffe samt ihrer Bewohner würden zerstört werden. Außerdem würden selbst manche Wal- und Fischarten verhungern, da Plankton auch zum größten Teil aussterben würde. Das saure Wasser greift aggressiv Kalk an, dadurch verlieren Schalentiere, wie z.B. Schnecken und Muscheln ihren Panzer und verenden. Dabei muss man sich immer vor Augen halten, dass das gesamt Ökosystem darauf basiert: Fressen und gefressen werden. Das heißt, bereits das Aussterben einer kleinen Tierart kann den gesamten Kreislauf zum Erliegen bringen.

Viele Forscher behaupten, dass die Auswirkungen dieser Umweltverschmutzung schon in wenigen Jahrzehnten deutlich bemerkbar sein werden. Auch wenn Politiker sich oft auf Klimagipfeln treffen, um über dieses Problem zu diskutieren, steht es wohl schon fest, dass viele Meerestierarten aussterben werden. Man könnte zwar Chemikalien ins Meer leiten, um somit den Effekt des CO2 zu verringern, allerdings bräuchte man dazu riesige Mengen und außerdem müsste man sich fragen, ob man den Lebewesen noch mehr Chemie antun möchte.6


b. Kunststoffmüll

Seitdem der Mensch in den Lebensraum Meer eingreift, verschmutzt er dieses. Ein drastisches Beispiel dafür sind die Öl-Katastrophen. Aber auch viele Fabriken leiten ihren chemischen Abfall ins offene Meer.

Eins der größten Probleme für das Meer ist Plastikmüll. Heutzutage ist Plastik überall, es ist billig und praktisch. Wenn Plastik ins Meer gelangt, zerkleinert es sich langsam, bis es so groß ist wie Plankton. Schon heute schwimmt in den Meeren mehr Plastik als Plankton. Fische essen dieses Plastik bis sie satt sind und verenden daran.

Aufgrund der Meeresströmungen sammelt sich der größere Plastikmüll an manchen Stellen. Dort entstehen dann riesige Plastik-Inseln. Die größte von ihnen befindet sich im Nordpazifik zwischen Nordamerika und Asien. Die Plastik-Inseln dort haben zusammen eine ungefähre Größe die der Größe von Zentral Europa entspricht. Dort befinden sich ca. 100 Millionen Tonnen Kunststoffmüll.7

 

 

6. Abschließende Zusammenfassung


Nach all den gesammelten Informationen über dieses Thema wird deutlich, dass es den Meeren nicht gut geht. Es müsste ein globales Umdenken geben, um wirklich etwas zu verändern. Jeder einzelne muss sich, z.B. beim Kauf von Fisch, bewusst machen, dass er manche Arten lieber nicht kaufen sollte. Denn die Nachfrage ist Ausschlag gebend für die Menge an gefischten Tieren. Aber auch die Politiker sollten gemeinsam strengere Richtlinien zum Schutz der Meere festlegen.

Denn wenn der Mensch weiter mit dem Meer so umgeht, wie er es zurzeit macht, wird er es früher oder später zerstören.

 


7. Quellenangabe


Film:

„Die Bucht (Originaltitel: The Cove) ist ein Oscar-prämierter Dokumentarfilm aus dem Jahr 2009 von Regisseur Louie Psihoyosmit dem Tierschutzaktivisten Richard O’Barry.“, Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Bucht


Wikipedia:

Die Bucht = http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Bucht
Plastikmüll in den Ozeanen = http://de.wikipedia.org/wiki/Plastikm%C3%BCll_in_den_Ozeanen#Gefahren

Seaworld = http://de.wikipedia.org/wiki/Seaworld
Walfang = http://de.wikipedia.org/wiki/Walfang


Youtube:

ARD Tagesthemen, 2009 = http://www.youtube.com/watch?v=jWozC6hWxrU

Arte Dokumentation, 2011 = http://www.youtube.com/watch?v=okvINFn25bU

WDR Video Podcast, 2011 = http://www.youtube.com/watch?v=ugsQ30nGAbg


Diverse:

CO2-Handel.de = http://www.co2-handel.de/article256_11436.html

Planet Wissen= http://www.planet-wissen.de/natur_technik/meer/ueberfischung/index.jsp

Spiegel Online = http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/treibhausgas-im-wasser-co2-wird-die-meere-entvoelkern-a-377214.html

T-Online = http://nachrichten.t-online.de/meeresbiologie-co2-ausstoss-greift-meerestiere-an/id_18038436/index