Herausforderungen

Herausforderung statt Schule - ein Element des jahrgangsübergreifenen Lernens am Standort Brokstraße

„Weil Schule in dieser Zeit der jugendlichen Entwicklung so wenig ausrichtet,“

... setzten wir zu Beginn des Schuljahres andere Ziele an oberste Stelle:

• Herausforderung • Bewährung • Erprobung • Orientierung.

Erstmals im August 2011 fanden für den 8. Jahrgang die "Herausforderungen" statt. Es gab 6 Angebote:

  • „Arbeit im Salatgarten“
  • „Raus aus dem Nest“
  • „Burg Lutter / Bauernhof“
  • „Heimschläfer“
  • „Mit dem Fahrrad bis nach Dänemark“
  • „Wandern auf dem Pilgerweg von Bremen nach Osnabrück“
  • „Schweinezucht“

Die Herausforderungen 2011

Die Arbeit im „Salatgarten“ erforderte tägliche Arbeit mit dem Gemüse (jäten, Schnecken sammeln, ernten, ...).

In „Raus aus dem Nest“ erfuhren die Jugendlichen das Leben in einer fremden Familie irgendwo in Deutschland. Sie mussten sich dem dortigen Alltag anpassen und in einer fremden Schule oder im Beruf mitmachen.

Bei „Burg Lutter“ ging´s ums Anpacken in einer Landkommune mit Bäckerei, Stoffdruckerei, Schreinerei, Kleintieren, Garten, selbst Kochen und alles ohne Anweisung.

„Heimschläfer“ fuhren täglich von zuhause zu Jugendfarmen und versorgten dort die Tiere.

Arbeit mit den Tieren gab es auch auf dem Schweinehof.

„Mit dem Fahrrad nach Dänemark“ bedeutete 700 km mit vollem Gepäck zurücklegen, mit Zelten und Kochern auf Sportplätzen übernachten oder im Dorf selbst für die Gruppe einen Schlafplatz organisieren.

Bei „Wandern auf dem Pilgerweg“ wurden täglich ca. 20 km von Bremen nach Osnabrück gewandert. Mit ca. 8 kg Gepäck auf dem Rücken fand man abends Quartier in Gemeindezentren und musste mit 5 € für´s Essen auskommen.

Beispiel "Wandern auf dem Pilgerweg"

Wanderzeichen Pilgerweg

Mein Erlebnis: Ich ging mit 11 Schülern auf den Pilgerweg nach Osnabrück. Da ich wandern keineswegs gewohnt war, hatte ich erste Befürchtungen, wie würde ich das selbst wohl schaffen. Aber es ging besser als ich dachte. Ein gut ausgearbeiteter Wanderführer, Turnschuhe, Regencape und eine leichte Luftmatratze gaben mir Sicherheit, um für die Schüler Kraft zu haben. Das Wandern an sich, sich orientieren auf der Karte, auf Irrwege konstruktiv reagieren und Lösungen suchen statt zu meckern wurde zunehmend zur Selbstverständlichkeit. Alle TeilnehmerInnen bestätigten das Gefühl, etwas Großes geleistet zu haben.

Eva von Zobeltitz-Jope