Blindenhunde

Blindenhunde

Blindenhunde, auch Begleithunde genannt, sind sehr wichtig für Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen. Sie helfen, durch die Gegend zu laufen, ohne dass die Blinden gegen Sachen gegen laufen. Auch in der Wohnung helfen sie, wenn Gegenstände runter fallen und bringen sie nach dem aufheben wieder zurück an ihren Platz. Der Blinde muss sich voll und ganz auf den Hund verlassen können. Er darf sich nicht von anderen Sachen ablenken lassen und muss ganz bei der Sache sein. Sonst könnte es dem Blinden zum Verhängnis werden. Beim spazieren gehen tragen die Hunde eine Art Gehgeschirr, mit dem sie fest mit dem Blinden verbunden sind. Der Blinde hat neben einer Leine noch eine Art Stock, der an dem Geschirr dran ist. Wenn der Hund stoppt, spürt der Blinde einen Wiederstand und bleibt ebenfalls stehen. Der Hund übernimmt auch fast alles aus dem Alltag. Beim über die Straße gehen guckt er und noch viel viel mehr. Er sucht zum Beispiel auch in der Bahn nach einem Sitzplatz, sucht Ampeln, Telefonzellen, Briefkästen, Treppen und Türen. Wenn der Hund was gefunden hat, bleibt er stehen und signalisiert dem Blinden damit, dass er da ist. Ein ausgebildeter Hund kann bis zu 40 Hörzeichen wahrnehmen und wenn er noch mehr Training bekommt, sogar bis zu 400. Doch wenn Gefahr besteht, ignoriert der Hund die Anweisungen seines Herrchens und weicht ihr so aus.

Sie müssen sehr einfühlsam sein und feinfühlig sein. Deshalb sind für diesen beruf besonders Retriever, Schäferhunde und manchmal auch Pudel geeignet. Sie haben auch eine gute Größe für diese Aufgabe. Denn der Stockmaß sollte zwischen 50 und 65 cm liegen. Außerdem sollten sie nervenstark, intelligent  und arbeitsbelastbar sein.

Die Ausbildung beginnt auch schon im Welpenalter mit acht Wochen und dauert 2 Jahre. Am Anfang werden Eignungstests durchgeführt, damit die Ausbildung nicht umsonst war. Danach werden die Welpen für ein Jahr in Familien gebracht, die sich darum kümmern, dass der Hund eine gute Erziehung bekommt. Diese Familien kriegen meistens eine Anleitung und werden auch von Hundeschule kontrolliert. Es werden im unterschiedliche Situationen vorgelegt, damit man sehen kann, wie er reagiert. Danach werden sie in speziellen Blindenhundschulen noch ein weiteres Jahr ausgebildet. Nach diesem müssen die Tiere nur noch ein Gesundheitstest überstehen, denn Augen und Gelenke müssen gut sein. Wenn man dann einen Hund kaufen will, wird darauf geachtet, dass sich beide gut verstehen und ein gutes Gespann abgeben. Dann bleibt der Hund meist das ganze Leben bei dem Blinden, bis er stirbt, oder zu alt ist und dadurch nicht mehr gut führen kann.