Im Rahmen einer Projektwoche beschäftigte sich im März 2011 der damalige 9.JG der Hemelinger Str. mit den Milleniumentwicklungszielen (MDGs). Großartig unterstützt wurden wir von Peer Up! :)

Die Millenniums-Entwicklungsziele - Was ist das eigentlich?

Als sich die Vereinten Nationen (United Nations) im Jahre 2000 trafen, verpflichteten sie sich dazu, acht Ziele zur Armutsbekämpfung bis 2015 erreicht zu haben. Die Millenniums-Entwicklungsziele (MDGs) entstanden. Letztes Jahr trafen sich die UN um eine Bilanz zu ziehen- mit erschreckenden Ergebnis: bei den meisten Zielen sind wir noch weit davon entfernt sie erreicht zu haben. Vor allem bei den MDGs 4,5 und 6 sieht es gar nicht gut aus. Erst 30% des Zieles „Senkung der Kindersterblichkeit um 2/3“ sind erreicht. Beim Ziel 5 „Senkung der Müttersterblichkeit um  3/4“ sind erst 11% erreicht. Solche erschreckenden Zahlen sollten uns alle auffordern, unsere Regierung an ihre Verpflichtungen zu erinnern.

Paula (15) 9.5

Gespräche mit Parlamentarier_innen

im Gespräch mit Uwe Kekeritz

Entstanden aus der Zusammenarbeit des 9. Jahrganges und PeerUP während der Projektwoche im März 2011 zu den Millenniumsentwicklungszielen und dem Wunsch von Schülerinnen mit Politikern ins Gespräch zu kommen, wurden 5 Schülerinnen nach Berlin eingeladen um dort am Freitag, den 13.5. mit Uwe Kekeritz und Marieluise Beck (beide Bündnis 90/Die Grünen) sprechen zu können. Zuvor nahmen die Schülerinnen an einer Sitzung des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung teil, die von Uwe Kekeritz geleitet wurde.

Am Donnerstag waren die Schülerinnen der GSM Gäste der Mutternacht. Die Mutternacht wurde in diesem Jahr als Parlamentarischer Abend am 12. Mai in Berlin durchgeführt. Im Mittelpunkt des Abends stand eine Podiumsdiskussion zum Thema „Als Mädchen schwanger – vulnerable girls in Entwicklungsländern“, unter anderem mit Fachleuten aus Kenia und Nepal, Vertreter des BMZ, Abgeordnete und Mitarbeiter von NGOs.

Werden die Millenniumsentwicklungsziele erreicht?

Nach dem Besuch des Unterausschusses des Bundestages zur Entwicklungshilfe, stellten die Schülerinnen dem Leiter des Ausschusses Uwe Kekeritz fragen zu den MDGs.

Immer wieder hört man, Jugendliche seien überwiegend konsumorientiert, politikverdrossen und nicht bereit, sich zu engagieren, anstatt dessen können sie gut jammern und klagen. Stimmt das? 
NEIN!
Demokratische Kultur sollte im gelebten Alltag von Schule erfahrbar sein. Schule bemüht sich, demokratische Haltung zu vermitteln, dies nicht nur im Kontext bestimmter Schulfächer, sondern auch im Umgang und Miteinander aller in der Schule arbeitenden, lehrenden und lernenden Menschen. In diesem Zusammenhang kann und sollte Schule auch ein Forum sein, Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu bieten, ihre Ängste, Verunsicherungen und Frustrationen in Bezug auf gesellschaftspolitische Ereignisse und Entwicklungen auszudrücken, ihnen zu helfen, diese in kreative Bahnen zu lenken, und bei der Suche nach adäquaten Formen des Ausdrucks behilflich zu sein.