Viele Projekte wurden zum Thema Flucht, Fluchtursachen, Ankommen in Europa, Integration und Migration insgesamt durchgeführt. Auch Werkstätten arbeiteten zu diesem Themenfeld.

Es folgen einige Beispiele: 

out of the box '16

Die GSM hat die internationale Jugendbegegnung out of the box '16 unterstützt, zu der 17 Kenianer*innen nach Bremen eingeladen wurden. Thema war Flucht und Migration. 12 GSM-Schüler*innen des 8.und 9.Jahrganges und 7 ehemalige GSMler nahmen neben anderen Alt- und Neubremern teil. Weitere Infos hier...

Life back home

Das Projekt Life back home war mehrmals in der GSM. Hier ein Bericht:

2 syrische junge Erwachsene, die ihre Heimat verlassen mussten, standen am Mittwoch, den 26.10., für 4 Stunden dem Unterhaus 5-7 der GSM Brokstraße als Zeitzeugen zur Verfügung und erzählten von ihren Fluchterfahrungen.

Marah (20), eine junge Frau aus Damaskus, und Allaa (19), ebenfalls aus Syrien, haben den Schüler*innen des Unterhauses 5-7 einen Einblick in ihr früheres Leben in der Heimat gewährt und sie dann daran teilhaben lassen, wie sie erleben mussten, dass willkürlich gute Freunde der beiden umgekommen sind – entweder, weil sie Opfer einer Autobombe wurden, an der sie zufällig vorbeiliefen, oder weil der Nachname, der für eine kritische Haltung dieser Familie der Regierung gegenüber stand, dazu führte, dass ein 17jähriger gefoltert und umgebracht wurde.

Während es Allaa gelang, über Saudi Arabien offiziell nach Deutschland zu kommen, ist Marah über die uns aus den Medien bekannte Route Türkei – Griechenland – Mazedonien - Ungarn – Serbien – Österreich nach Deutschland geflüchtet.

Beide setzen sich aktiv für gegenseitiges Verständnis zwischen den hier Lebenden und den hierher Geflüchteten ein und arbeiten deshalb als Referent*innen für The Global Experience, die dies Projekt aus der Traufe gehoben haben. Gefördert wird es von der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen und dem Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Eine ausgezeichnete Idee!

Die Schüler*innen haben - ohne Rücksicht auf Pausenzeiten - den Erzählungen der beiden gelauscht, nachgefragt, noch einmal nachgefragt und sich so eine Ahnung des Gefühls dafür erarbeitet, wie sich Flucht anfühlen kann.

Als Marah am Schluss ein kurzes Video von Damaskus zeigte, einer modernen, prosperierenden Stadt im neuen Teil, einer geschichtsträchtigen und schönen Stadt im Altstadt Bereich und danach dieselben Stadtteile heute, ausgebrannte Gerippe, wie wir sie aus den Medien inzwischen fast für normal halten, füllten sich viele Augen mit Tränen – nicht nur die der Referentin selbst.

Der dramatische Verlust, der in den Erzählungen der beiden schon spürbar war, wurde nun auch noch sichtbar.

Trotzdem überwog nicht die Verzweiflung, sondern wir erlebten zwei mutige junge Menschen, die nicht nur aus dem schrecklichen Krieg in ihrer Heimat geflohen waren, sondern hier gleich wieder aktiv wurden, Deutsch lernten und mit großem Einsatz für Verständigung werben.

Vielen Dank, Marah und Allaa!

das Unterhaus-Lehrerteam 5-7

Und hier noch ein Bericht mit Videos von einem Nachmittag mit dem Projekt Life back home, der an unserer Schule stattfand: https://partner-ueber-grenzen.de/2016/05/13/life-back-home/

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