Im zweiten Schulhalbjahr 2025/26 hat der BUND (Bund für Umwelt- und Naturschutz) Bremen in der Hemelinger Straße die Werkstatt „Ideen gegen Hitzestress“ für die Jahrgänge 5-7 angeboten:
Der Klimawandel ist da und wir können es alle spüren: Unglaublich heiße Sommertage, kein Regen und sogar nachts kühlt es sich in der Stadt nicht mehr richtig ab. Um diese Entwicklung zumindest abzuschwächen, müssen wir ganz dringend mehr Klimaschutz betreiben, das heißt, den Ausstoß von Treibhausgasen verringern und irgendwann sogar auf Null bringen.
Aber zusätzlich müssen wir uns diesen neuen Bedingungen anpassen. Für Städte, die durch die vielen asphaltierten Flächen und die engen Häuserschluchten besonders anfällig sind für Hitzestress, bedeutet das vor allem: mehr Bäume und überhaupt Pflanzen und mehr Wasserflächen. Bäume spenden nämlich nicht nur angenehmen Schatten, sie verdunsten auch Wasser und wirken daher in Städten kühlend wie kleine „Klimaanlagen“. Ähnlich ist es mit Wasserflächen. Diese können zusätzlich den in Zukunft immer häufiger auftretenden Starkregen aufnehmen und verhindern, dass Städte regelmäßig durch Regen überflutet werden.
Mit diesen Phänomenen haben wir uns in der Werkstatt „Ideen gegen den Hitzestress“ beschäftigt:
Eingestiegen sind wir in das Thema über eigene Hitzeerfahrungen und den Umgang damit: Was kennzeichnet Orte, an denen wir uns bei Hitze am liebsten aufhalten? Wir haben uns etwas genauer den Treibhauseffekt und das Treibhausgas CO2 angeschaut und dazu kleine Experimente durchgeführt (es hat dabei geknallt und am Ende gab es Schokolade – allerdings geschmolzene😉). Über Filme und Texte haben wir uns mit den Klimawandelfolgen Hitze und Trockenheit, besonders in Städten, befasst und auf dem Schulhof Temperaturmessungen durchgeführt. Wir sind im Netz auf die Suche nach den verrücktesten Projekten zur Klimaanpassung auf der Welt gegangen und sind fündig geworden (sucht z.B. mal nach den „supertrees“ in Singapur oder dem „bosco verticale“ in Mailand!).
Als ein Konzept, Städte auch in heißen und trockenen Zeiten lebenswert zu gestalten, haben wir die „Schwammstadt“ kennen gelernt und ein wassersparendes Bewässerungssystem (Ollas) gebaut. Die Ollas haben wir in eines der Hochbeete im Schulgarten eingesetzt, Ihr könnt sie dort anschauen!
Im Rahmen von zwei Exkursionen haben wir Bremer Projekte zur Klimaanpassung kennengelernt: Wir waren beim Stadtgartenprojekt „Ab geht die Lucie“ in der Neustadt, wo bereits ein Teil der Fläche entsiegelt wurde und demnächst noch ein „PikoPark“ entstehen soll, sowie in der Klimazone Findorff auf dem „Klimaboulevard“. An beiden Orten haben uns Expert:innen an ihrem Fachwissen teilhaben lassen und wir haben auch kleinere praktische Arbeiten vor Ort übernommen.
In den letzten Wochen des Halbjahres haben wir aus Upcyclingmaterialien (Pappe und Karton) Modelle von Orten gebaut und daran gezeigt, wie diese besser an Hitze und Trockenheit angepasst werden können. Dabei sind z.B. eine Straßenbahnhaltestelle mit mehr Bäumen, Büschen und auch kleinen Teichen entstanden, eine Fläche vor dem Weserstadion, auf der statt Parkplätzen ein „Spaßplatz“ (ebenfalls mit viel Pflanzen und Wasserelementen) sein sollte, ein Haus, das die Kühlungsfunktion von Termitenhügeln abgeschaut hat, sowie ein Fußballplatz mit begrünten Dächern über den Tribünen und Nebelduschen für die Spieler:innen. Diese Modelle könnt Ihr in einer Vitrine im A-Haus-Flur anschauen und wir werden sie auch nochmal auf dem großen UNESCO-Schulfest am 11.9.26 vorstellen.
Das Projekt wird gefördert durch die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft der Freien Hansestadt Bremen sowie durch BINGO! Die Umweltlotterie.









