Am 5. Juni 2026 präsentierten GSM-Schüler:innen gemeinsam mit Schüler:innen der anderen drei Bremer UNESCO-Projektschulen im Rathaus ihre Ergebnisse der 5. Bremer Welterbetagung der UNESCO-Projektschulen. Die Veranstaltung stand unter dem diesjährigen Jahresmotto „Gemeinsam für Frieden und Verständigung“ und fand vom 13. bis 17. April 2026 statt. Eine Woche lang setzten sich die Schüler:innen aller vier Bremer UNESCO-Projektschulen intensiv mit dem Bremer Welterbe und der Arbeit der UNESCO auseinander, lernten die parlamentarische Demokratie der Bremischen Bürgerschaft und die Rolle des Senats im historischen Rathaus kennen und hielten ihre Eindrücke in künstlerischen Arbeiten fest.

Entstanden sind ein Comic, ein Wandgemälde und ein Musikvideo. Während der Eröffnung würdigte Stephan Rademacher, Leiter des Landesinstituts für Schule, die Arbeiten: „Das Bremer Welterbe hat Euch inspiriert. Gemeinsam außerhalb der Schule und des Schulalltags neue Erfahrungen machen, Geschichte in einem einzigartigen Denkmal erleben – das kann der normale Stundenplan nicht bieten.“ Die Schüler:innen betonten übereinstimmend, dass sie das Lernen in einem solchen Projekt – das Ausprobieren der jeweiligen Kunsttechniken und künstlerischen Ausdrucksformen – anspornte, gemeinsam zu einem guten, vorzeigbaren Produkt zu gelangen, und dass ihnen diese Art des Lernens gefalle.

In dem Comic haben die Jugendlichen unter Leitung des Künstlers Jens Genehr als Geschichte eine Dystopie entwickelt. Wie bedrohlich wird es,

  • wenn die Demokratie ausgehöhlt, Freiheit abgeschafft und keine Entscheidung in freiem Willen mehr getroffen werden kann?
  • wenn nur noch vorgeschriebene Wege möglich sind?
  • wenn im Parlament (dem Haus der Bremischen Bürgerschaft) nur eine Treppe weiter, nach oben – die andere aber ins Leere führt?

Die Schüler:innen dieses Workshops haben die Abgründe und Bedrohungen drastisch in Bilder jugendlicher Phantasien umgesetzt.

Seite Zwei der siebenseitigen Graphic Novel.

An der Kletterwand zum Osterdeich der GSM-Brokstr. entstand unter Leitung der Künstlerin Claudia Kunze ein großes Wandbild. Es nimmt Rathaus und Roland als zentrale und symbolmächtige Orte auf, die Frieden als allumfassendes Ziel und Hoffnung verkörpern. „Ohne Frieden kein Siegen“ ist ihre Botschaft.

Unter der Leitung des Filmemachers Nehad Hussein und mit Unterstützung der Makemedia Studios produzierten Schüler:innen ein Musikvideo. Sie hielten das Rathaus, den Roland und die Welterbetagung der UNESCO-Projektschulen mit der Kamera fest, kombinierten ihre Aufnahmen mit historischem Archivmaterial und rahmten alles mit Bildern aus ihrer Songaufnahme. Den Liedtext erarbeiteten sie mithilfe von KI, den Beat komponierten sie am iPad mit GarageBand – bevor am Ende alle Elemente an einem professionellen Schnittplatz zu einem fertigen Video zusammenwuchsen.

Die Ergebnisse werden während der Bremer Welterbetage im Rathaus, bei der Anerkennungsfeier am 11.9. in der GSM und anschließend in den anderen drei UNESCO-Projektschulen Bremens, beim Tag der Deutschen Einheit am Osterdeich und während der Nacht der Jugend gezeigt.